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Samstag, 24. Januar 2009

Der Riaza tritt über die Ufer

Ein Nachbar kommt vorbei und berichtet, daß er auf der Fahrt nach Maderuelo, die Brücke von Alconadilla überquerend, den Fluß Riaza mit einer unglaublich starken Strömung gesehen hätte, so, wie er es vielleicht in seinem Leben noch nicht habe beobachten können (und dieser Nachbar ist nicht jünger als ich und war unverfleichlich öfter und länger in diesem Dorf als ich!).

Sofort machten wir uns auf den Weg, um das Ereignis zu betrachten; hier die östliche Seite der Brücke von Alconadilla:

und anschließend, einen Hügel hinaufsteigend, die gleiche Brücke und das Tal des Riaza in Richtung von Alconada de Maderuelo:

Die Brücke aus größerer Nähe gesehen:

und etwa 24 Stunden später aus etwa der gleichen Perspektive; man sieht, daß die Strömung etwas nachgelassen hat, aber auch nicht sehr:

Flußaufwärts (das heißt: gen Osten, bevor der Fluß Bercimuel mündet) sind diese Landschaften wahrzunehmen:

Und danach wiederum, von der Straße aus, die auf der Höhe nördlich des Flusses verläuft, läßt sich auf der Höhe von Alconadilla die Einmündung des Bercimuel in den Riaza beobachten, bevor dieser die bereits bekannte Brücke dieses Dorfes passiert:

Sonntag, 21. Dezember 2008

Mazagatos und der Aguisejo

Zufällig entdeckten wir einmal am Rand von Mazagatos dieses Kreuz, das wir erneut besuchen:

Solch ein Kreuz ist zunächst einmal nichts Besonderes - wenn es nicht vier kleine wachsfarbene und an den vier Seiten des zentralen Balkens eingelassene Kreuze gäbe, die das Interesse erweckten: nur mit Mühe kann man auf der obigen Photographie eins dieser kleinen Kreuze entdecken, gleich unterhalb des Querbalkens.

Neben diesem Kreuz versammeln sich einmal im Jahr die Bewohner des Dorfes, um um eine gute Ernte zu bitten; und die winzigkleinen eingelassenen Kreuze haben nicht nur die Farbe von Wachs, sondern sind auch aus Wachs.

Auffallend ist, daß das Kreuz seinerzeit an diesem etwas abgelegenen Platz des Dorfes aufgestellt wurde: vielleicht deswegen, weil man von hier aus sehr schön einen Großteil der umgebenden Landschaft (Äcker, Weiden, Wingerten usw.) sieht; heute befindet sich neben dem Kreuz ein Abstellplatz für alte landwirtschaftliche Maschinen und Fahrzeuge:

Man kann hier ganz aus der Nähe das durchaus nicht simple System des Hebels untersuchen, das ausgedacht wurde, um die von den Zugtieren bewegten Karren zu bremsen:

Ohne solch einen Karren je in Aktion gesehen zu haben, fällt es mir schwer, gewisse Details seiner Konstruktion zu verstehen:

Abschied vom Kreuz und vom Dorf, sich von ihm entfernend

in Richtung auf den Fluß Aguisejo, den man so viele Sommer praktisch ohne Wasser sah, und der jetzt der Regenfälle und der Schneeschmelze in den Bergen wegen über die Ufer getreten war und anliegende Felder überschwemmt, damit Bilder von einer Landschaft formend, die an Norddeutschland erinnern:

Nicht nur dort, wo der Fluß verläuft, war die Erde von Wasser getränkt - sogar auf den Hügeln gab es unpassierbar gewordene Wege: