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Dienstag, 27. April 2010
Seit wann heißt Bier auch Dok?
Unter den Plakaten, die für ein Dokumentarfilm-Festival werben und darüber informieren, fand ich dieses irgendwie nett:
Samstag, 2. Mai 2009
Extreme der Werbung
Freitag, 16. Januar 2009
Vergnügen am Elend
Ich bekomme eine elektronische Nachricht von der "Süddeutschen Zeitung", mit der diese für ihr SZ-Magazin wirbt; sie beginnt so:
Liebe Leserinnen und Leser,
in Deutschland sind rund 60000 Frauen obdachlos. Und es werden mehr. Drei von ihnen haben uns ihre Geschichte erzählt: über ein Leben voller Scham, Angst und Gewalt. Aber auch Kampfgeist.
Viel Vergnügen bei der Lektüre.
Die Redaktion des SZ-Magazins
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/27824
...
Nicht die sprachliche Holprigkeit war es, über die ich stolperte, sondern der Ausrutscher der Sprache der Werbung, der den Lesern Vergnügen am Elend wünscht...
Liebe Leserinnen und Leser,
in Deutschland sind rund 60000 Frauen obdachlos. Und es werden mehr. Drei von ihnen haben uns ihre Geschichte erzählt: über ein Leben voller Scham, Angst und Gewalt. Aber auch Kampfgeist.
Viel Vergnügen bei der Lektüre.
Die Redaktion des SZ-Magazins
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/27824
...
Nicht die sprachliche Holprigkeit war es, über die ich stolperte, sondern der Ausrutscher der Sprache der Werbung, der den Lesern Vergnügen am Elend wünscht...
Montag, 30. Juni 2008
Leicht dadaistische Werbung
Unter all der Werbung, der man in den Straßen begegnet, machte in den vergangenen Tagen vor allem diese einen großen Eindruck auf mich:
Diese Werbung ist zugunsten der von der protestantischen Kirche getragenen Aktion Brot für die Welt.
Sie beeindruckte mich des sprachlichen Wagemuts wegen, der Berührungspunkte mit der Kunst des Dadaismus aufweist.
Man muß den Text analysieren:
fairgeben ist eine Zusammensetzung von fair (gerecht) und geben, die, wenn man sie laut liest, wie vergeben klingt.
fairsorgen ist eine Zusammensetzung aus fair und sorgen, die, wenn man sie laut liest, wie versorgen klingt.
fairteilen ist eine Zusammensetzung aus fair und teilen, die, wenn man sie laut liest, wie verteilen klingt.
Das heißt: alles ist so etwas wie ein Spiel mit Worten, Sprachen und der Phonetik, und deshalb gefällt mir die Idee. Gleichzeitig fürchte ich, daß solch Werbung alles andere als einen Beitrag zur Alphabetisierung der jungen Deutschen und der Immigranten bildet, die äußerstenfalls noch nicht einmal den Reiz verstehen, der diesem Ausdruck von Werbung eigen ist.
Diese Werbung ist zugunsten der von der protestantischen Kirche getragenen Aktion Brot für die Welt.Sie beeindruckte mich des sprachlichen Wagemuts wegen, der Berührungspunkte mit der Kunst des Dadaismus aufweist.
Man muß den Text analysieren:
fairgeben ist eine Zusammensetzung von fair (gerecht) und geben, die, wenn man sie laut liest, wie vergeben klingt.
fairsorgen ist eine Zusammensetzung aus fair und sorgen, die, wenn man sie laut liest, wie versorgen klingt.
fairteilen ist eine Zusammensetzung aus fair und teilen, die, wenn man sie laut liest, wie verteilen klingt.
Das heißt: alles ist so etwas wie ein Spiel mit Worten, Sprachen und der Phonetik, und deshalb gefällt mir die Idee. Gleichzeitig fürchte ich, daß solch Werbung alles andere als einen Beitrag zur Alphabetisierung der jungen Deutschen und der Immigranten bildet, die äußerstenfalls noch nicht einmal den Reiz verstehen, der diesem Ausdruck von Werbung eigen ist.
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