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Montag, 1. November 2010

Gedenken an die Belagerungen 1808/09 von Zaragoza

Einen der Schlüsselpunkte der Geschichte von Zaragoza bilden die zwei Belagerungen durch die napoleonischen Truppen, die die Stadt in den Jahren 1808 und 1809 erlitt. Die Asociación Cultural "Los Sitios de Zaragoza" (Kulturvereinigung "Die Belagerungen von Zaragoza") kümmert sich darum, die Erinnerung an diese stadtgeschichtlichen Ereignisse lebendig zu erhalten. Am 1. November (Allerheiligen-Feiertag) jeden Jahres veranstaltet sie eine Ruta de los Sitios (Route der Belagerungen), dieses Jahr im Stadtteil San Pablo.

Heute beginnt der vorgesehene Rundgang, der zwanzigste, um 9:45 h zu Füßen des Turms der Kirche San Pablo:

Es treffen sich die, die in Uniformen und Kleidung der Epoche kommen, mit denen, die das Interesse an den historischen Ereignissen hierherführt:

Danach begeben sich alle auf den Weg durch die engen Straßen des Viertels, dort anhaltend, wo es etwas mit Bezug auf die Belagerungen zu erzählen gibt:

Kurz vor dem Abschluß, zum Ausgangspunkt zurückgekehrt, neben der Kirche San Pablo, bereiten sich drei Soldaten darauf vor, eine Salve abzufeuern:

Die ganze Veranstaltung, mit großer Beteiligung der Bevölkerung, erinnerte mich stärkstens an die Umzüge, die es jährlich in unserem Münchner Stadtteil in der Nacht von Heiligabend im Gedenken an die blutige Niederschlagung des Aufstandes im Jahre 1705 gegen die österreichische Besatzung gibt.

Sonntag, 31. Oktober 2010

Basílica und Puente del Pilar

Das erste Mal in Zaragoza habe ich Interese daran, micht mit der Stadt ein wenig vertraut zu machen. Am späten Nachmittag beginne ich einen Rundgang. Ich gehe an der Basílica del Pilar vorbei, obwohl ich mich nie von ihr sehr angezogen fühlte, des mit ihr verbundenen Zuviels an Hispanität wegen; ich gehe rein, bleibe aber nicht lange. Anschließend überquere ich den Ebro über die Puente de Piedra und biege rechts ab, flußaufwärts.

Nach rückwärts (nach Westen, flußaufwärts) schauend entbehrt die Basílica del Pilar durchaus nicht eines gewissen Reizes, mehr noch zu dieser Spätnachmittagsstunde:

In die andere Richtung (nach Osten, flußabwärts) blickend erblicke ich eine Brücke, die meine Aufmerksamkeit auf sich zieht, die Puente del Pilar:

Über diese Brücke kehre ich an das andere Ufer zurück, und unvermeidlich kommen einem da Erinnerungen an Hamburg in den Kopf:

Und von der Brücke aus bieten sich noch reizvollere Blicke auf die so berühmte Basilika:

Samstag, 30. Oktober 2010

Von Aranda de Duero nach Zaragoza

Es ist nicht zu ändern, die Alternative bequem mit dem Zug von Aranda de Duero nach Zaragoza zu fahren, fand vor gut einem Vierteljahrhundert ihr Ende. Ich wußte, daß diese Route nun von der Autobusgesellschaft Linecar befahren wird: aber als ich die Fahrkarten via Internet lösen wollte ... - unmöglich, ich fand noch nicht einmal den entsprechenden Fahrplan. In meiner Verzweiflung rief ich das Unternehmen schließlich per Telephon an, und in aller Ruhe sagten sie mir dort, daß die Strecken z.B. von Segovia im Internet zu finden seinen, andere aber, und insbesondere die von Aranda de Duero nach Zaragoza, nicht.

Im Busbahnhof von Aranda de Duero eine halbe Stunde vor Abfahrt angekommen, ging ich sofort zum Schalter, wo mir versichert wurde, daß der Bus nach Zaragoza voll sei, was bedeutet: 5 Stunden des Wartens auf den nächsten Bus ...

Nun gut, am Ende stellte es sich heraus, daß der ankommende Bus zwar recht voll war, es in ihm aber gerade noch eine Lücke für zwei Personen gab ...

So gelangte man nach Soria, dort eine Pause von etwa 20 Minuten; al entrar en la estación de autobuses me fijé en un bar de aspecto simpático:

Mit Entschlossenheit begaben wir uns dorthin und fühlten uns recht wohl dort- die beste Erinnerung, die ich an diese Busreise nach Zaragoza bewahre ...

Man muß anerkennen, daß in Zaragoza der Busbahnhof neben dem Bahnhof liegt - nicht in zentraler Lage, aber immerhin, was den Bahnhof angeht, nicht derart entfernt vom Stadtzentrum wie der von Segovia oder Burgos.

Ein Bahnhofsvorplatz mit städtischem Ambiente fehlt, es gibt nur viel Straße und viel den Autos vorbehaltene Fläche:

Wenigstens hat man die Fahrräder nicht vollkommen vergessen (es gibt sogar, wie auf dem vorigen Bild zu sehen, einen Verleihdienst):

Der Bahnhof drinnen so funktional und kalt ...

... wie von außen häßlich:

Unten und kleiner der alte Bahnhof - Welch Gegensatz!