Die folgende Graphik, die der zuvor wiedergegebenen aktuellen Meldung entspricht, ist einem Aufsatz zu diesem Thema entnommen, der im Greenpeace-Magazin erschien:



Dieser architektonische Reichtum hat damit zu tun, daß diese Stadt bis 1809 Sitz einer Universität war, Frucht des deutschen Protestantismus, eines verhaltnismäßig freien Geistes, nicht der Doktrin der heiligen katholischen Kirche unterworfen. Die Gebäude, die diese Einrichtung beherbergten, sind heute noch zu sehen:

Neben der früheren Universität das Haus, in dem eine kurze Zeit lang Giordano Bruno wohnte:
und diese Tafel nimmt Bezug auf das Schicksal, das dieser Freidenker später erlitt:
Ein Schicksal, für das die "heilige Inquisition" des Vatikans verantwortlich war, noch heute existierend (ihr voriger Chef hat es bis zum Papst gebracht), wenn auch unter anderem Namen und glücklicherweise nicht mehr mit den Methoden, über die sie damals verfügte.
Die Tafel spricht von der Rolle, die beide in unserer Nachkriegszeit spielten:
Es versucht, all die Ungerechtigkeit und fehlende Moral zu denunzieren, die in jenen Jahren bis 1945 herrschten.

Der wenigen Zeit auf den Umsteigebahnhöfen wegen sind die Möglichkeiten für eine Photoreportage nicht groß; aber hier habe ich eine Abbildung des prächtigen Banhofsgebäudes von Hof:
Für mich, der ständig im westlichen Teil Deutschlands gelebt hat, ist es stets interessant, das Territorium zu durchfahren, das bis vor knapp 20 Jahren die DDR gebildet hat, und von kurz hinter Hof bis kurz vor Helmstedt verlief die ganze Reise durch das Gebiet dieses erloschenen Staates.
Vom fahrenden Zug aus zwei Photographien, die die beeindruckende Entfaltung von Anlagen zur Windkraftnutzung bezeugen:
Auf der Strecke von Magdeburg nach Helmstedt ist der miserable Zustand vieler Bahnhofsgebäude ausehenerregend; eher die Ausnahme bildet dieser Bahnhof:
Normal sind diese Anblicke von Verfall:
Offensichtlich konzentrierten sich nach dem Ende der DDR die Anstrengungen auf Straßen und Autobahnen und auf die Flughäfen (man sehe nur die Bahnstation zur Versorgung des Flughafens Leipzig/Halle!) und der Versuch, die Eisenbahn-Infrastruktur zu verbessern, blieb dahinter zurück.
Es war nötig, zu Hause mehr Regale für wenig Geld aufzustellen. Die Lösung bildete das System IVAR von IKEA. Aber die IKEA-Läden sind für Leute gemacht, die Autos haben, und ein solches habe ich hier nicht, derart, daß ich mit dem Fahrrad zur IKEA-Filiale in Eching fuhr, die mindestens 30 km entfernt ist. Gewiß könnte man auch mit S-Bahn und Bus hinkommen, aber da das Wetter frühlingshaft war, zog ich das Fahrrad vor.
In IKEA angekommen ging der Einkauf rasch vonstatten, da ich wußte, was ich wollte.
Ich lernte eine Straße kennen, wie ich sie seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hatte, so, wie ich sie aus den 50er Jahren kenne:
Von diesen Straßen gibt es der Macht des Automobilfahrerverbandes nur noch wenige: nach ihm mußten die die Straße begleitenden Bäume gefällt werden, damit Unfälle weniger Folgen haben.
... mit einem Bier auf dem Tisch und den zwei Regalbrettern an einen Kastanienbaum gelehnt, dessen Knospen (es war der 6. April eines Jahres, in dem der Frühling lange auf sich warten ließ) man sehen konnte, wenn man den Blick erhob:
Beim Aufbau des Regals zu Haus bemerkte ich, daß Bretter fehlten: noch eine Fahrt nach IKEA war nötig, dieses Mal zu einer anderen Filiale, und ich benutzte den Öffentlichen Personennahverkehr: Es ist seltsam, daß IKEA über eine eigene Haltestelle verfügt, und wenn der Bus ankommt, geht eine Schranke hoch, um ihn hineinfahren zu lassen.
Nach dem Autobus ging die Fahrt in der S-Bahn weiter:
Mit Recht sagt die Aufschrift, die man erkennt "Endlich Zeit zum Lesen - S-Bahn fahren!"
Heute protokollierte ich von etwa 10 Uhr ab 12 Stunden lang alle Nachrichten (der überzeugte Twitterer spricht allerdings nicht von Nachrichten, sondern von "tweets"), die bei mir hereinkamen.
Heute las ich einen Artikel in El País vom 15.4.2009: ¿Para qué quiso ser papa? (Wozu wollte er Papst sein?), von Juan Arias geschrieben, offensichtlich ein guter Kenner der Intrigen an der Spitze des Katholizismus.
Der Fassadenschmuck stammt aus unserer Nachkriegszeit; ich glaube sogar, daß sie von diesem Jahrhundert sind, aber absolut sicher bin ich nicht; ich könnte das in Erfahrung bringen, aber bin faul in dieser Frage. Seht zu und bildet Euch eine Meinung:




