4 Tage lang hält sich eine Delegation des IOC (Internationales Olympisches Komitee) in München und seiner Umgebung auf, um sich eine Vorstellung von der Bewerbung Münchens zu verschaffen, die olympischen Winterspiele 2018 abzuhalten. Die Delegation dieses Komitees recht undurchsichtiger Legitimation und einer seit der Präsidentschaft von Juan Antonio Samaranch (1980-2001, bis zum Schluß überzeugter Anhänger von Franco) sattsam bekannten kommerzieller Orientierung empfängt die Ehren, die normalerweise den Besuchen von Regierungschefs vorbehalten sind: zum Beispiel reiste von Berlin aus die Kanzlerin Merkel zum Bankett in München an.
Wer will, daß dieses Spektakel in der Hauptstadt Bayerns stattfindet? Der Bürgermeister der Stadt (klar, Stadtmarketing geht vor, koste es an Millionen was es wolle ...), von der SPD, und mit ihm die Fraktion dieser Partei im Stadtrat; ferner die CSU/FDP-Regierung von Bayern.
Und wer ist dagegen?
Die Linke und
Die Grünen; letztere aber nicht auf allen Ebenen: auf Bundesebene und im Land Bayern sind sie dagegen, aber die Grünen die an der Regierungskoalition im Stadtrat Münchens teilnehmen, sind dafür - die Lust, auch weiterhin an der Macht in der Stadt teilzuhaben, zwingt dazu ...
Zu wissen, was die Bevölkerung will, ist schwierig. Es gibt eine kräftige Kampagne zugunsten des olympischen Theaters; den städtischen und staatlichen Instanzen fehlt es nicht an Geld dafür, für das Event zu werben - Mittel, über die die Ökologisten nicht verfügen, die sich um den Umwelt- und Naturschutz kümmern.
Hier Bilder der heutigen winzig kleinen Demonstration auf dem Münchner Marienplatz, eine Stunde vor einem Treffen von 45 Minuten die man ihnen einräumte, um dem IOC ihre Einwände darzulegen:





Umgünstig ist, daß es nur drei Städte gibt, die das fragliche Großereignis ausrichten wollen:: Annecy (Frankreich), Pyeonchang (Südkorea) und München. Gut ist, daß man über die Presse mitbekommt, daß Pyeonchang über einige Vorteile verfügt, die die Hofnung wachsen lassen, daß München verschont bleibt.